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Dr. med. Hanno Platz - Internist

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1. 10 Alternativen für Fleisch

2. 10 Alternativen für Kuhmilch

3. 10 vegane Alternativen zu Butter, Joghurt, Quark, Sahne, 

    und  Co. (demnächst, ist noch in Vorbereitung)

 

 Gesünder und besser als Fleisch,

von daher kann man eigentlich nicht von "Alternativen" reden, denn die hier genannten Lebensmittel sind eben in jeder Hinsicht besser als Fleisch.

Die 10 besten Fleisch-Alternativen:

Kochen und Grillen ohne Fleisch

 

 

Mediziner und Klimaexperten warnen vor den Folgen des hohen Fleischkonsums und empfehlen eine pflanzlich betonte Lebensweise. Vegane Produkte weisen eine reihe gesundheitlicher Vorteile auf und sind deutlich nachhaltiger als Fleisch. Durch die steigende Beliebtheit bieten Supermärkte eine immer breitere Produktauswahl im Bereich der veganen Fleischalternativen an.

Die Zigarette der Zukunft oder doch ein unverzichtbarer Kraftspender? Kein anderes Nahrungsmittel wird so kontrovers diskutiert wie Fleisch. Dabei zeigen zahlreiche Studien, welche gesundheitlichen Risiken mit dem Fleischkonsum in Verbindung stehen. So weist eine Untersuchung der Universität Paris-Süd in Villejuif darauf hin, dass zu viel Fleisch und Käse Diabetes hervorrufen können.

Eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie (European Prospective Investigation in Cancer and Nutrition) untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fleisch und vorzeitigem Sterberisiko. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Gesamtmortalität durch den Konsum von rotem Fleisch leicht und durch verarbeitetes Fleisch (z. B. Wurst) stärker erhöhte. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weißt auf die enge Beziehung zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und Fleischwaren und der Tumorentstehung hin.

Weißes Fleisch nicht weniger risikobehaftet

Geflügelfleisch, also weißes Fleisch, ist nicht weniger risikobehaftet als rotes Fleisch. So deckte eine Studie des Verbraucherministeriums Nordrhein-Westfalen auf, dass 9 von 10 Puten und Masthähnchen im Laufe ihres Lebens mit Antibiotika behandelt werden.

Diese Studie ist kein Einzelfall. Immer wieder werden in Tests auch Rückstände von Antibiotika in Geflügel und Fleisch nachgewiesen. Massentierhaltungsställe gelten als Brutstätte für multiresistente Keime, die ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko für Verbraucher darstellen. Regelmäßig wiederkehrende Lebensmittelskandale zeigen, welche gesundheitlichen Risiken mit dem Konsum von Fleisch in Verbindung stehen. BSE, Gammelfleisch oder Dioxin im Fisch sind nur einige Beispiele für gesundheitliche Gefahren, die von tierischen Lebensmitteln ausgehen können.

Fleisch weist negative Klimabilanz auf

Die Klimabilanz ist ein entscheidender Grund, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken. Der Verbrauch von Wasser und Energie ist für Fleisch viel höher als für pflanzliche Lebensmittel. Im Vergleich zu Fleisch verursacht eine pflanzliche Kost erheblich weniger schädliche Klimagase. Die weltweit geführte Diskussion über einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Umgang mit den verbliebenen Ressourcen kommt eindeutig zu dem Ergebnis, dass vor allem Menschen in den wohlhabenden Ländern ihren Lebensstil ändern müssen.

Ein Drittel der Weltackerfläche wird verschwendet

Allein das anhaltende Wachstum der Weltbevölkerung erfordert einen deutlich sparsameren Umgang mit den verbleibenden Ressourcen. Der größte Teil der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen wird jedoch immer noch für die Fleischproduktion genutzt. Und zwar nicht, weil die Nutztiere auf weitläufigen Weiden gehalten werden, sondern weil die meisten Nutztiere nie eine Weide zu Gesicht bekommen.

Damit landet sämtliche Nahrung die der Mensch direkt verzehren könnte zunächst in den Futtertrögen der Tiere. Bei diesem sogenannten „Veredlungsprozess“ geht ein Großteil der Nahrungsenergie verloren. Dr. Markus Keller, Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE), merkt dazu an, dass das landwirtschaftliche Potenzial der Erde mehr als ausreichend ist, um alle Menschen derzeit und in Zukunft bedarfsgerecht zu ernähren. Allerdings werden durch den Anbau von Futtermitteln etwa ein Drittel der Weltackerfläche quasi verschwendet.

Tiere leiden in der Fleischproduktion

Die meisten Menschen lehnen Fleisch aus ethisch-moralischen Gründen ab. Berichte über die Massentierhaltung legen oftmals den Grundstein für eine vegetarisch-vegane Lebensweise. Die Bilder von Tieren, die in riesigen Hallen oder dunklen Ställen auf Spaltenböden liegen, sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. So stammen etwa 98 % der tierischen Produkte die wir konsumieren aus der Massentierhaltung, lediglich 2 % stammen aus der Bio-Haltung.

Der beste Weg, die Bedingungen der Schweine zu optimieren, ist, keine Fleisch oder Produkte, die tierische Bestandteile enthalten, zu konsumieren.

Bei der Schlachtung gibt es keinen Unterschied

Spätestens beim Schlachtprozess, den ein Großteil der Tiere noch bei vollem Bewusstsein erlebt, vergeht vielen Menschen die Lust auf Fleisch. Was viele Konsumenten immer noch nicht wissen: bei konventionellem und Bio-Fleisch gibt es keine Unterscheidung des Schlachtvorgangs. Es gibt keine gesonderten Schlachtvorschriften und so sterben Biotiere auf die gleiche qualvolle Art und Weise wie ihre Artgenossen aus der Massentierhaltung.

Doch nicht nur die Tiere leiden unter den folgen der Fleischproduktion. Die Schlachthofmitarbeiter sind einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt und sammeln häufig traumatische Erfahrungen. Hinzu kommt, dass die meisten Mitarbeiter deutscher Schlachthöfe aus Osteuropa stammen und kaum geschult und obendrein schlecht bezahlt sind. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) kritisiert die Arbeitsbedingungen der Fleischindustrie und erklärt, dass hier grundlegende Menschenrechte verletzt werden.

Fleisch - ein unverzichtbarer Kraftspender?

Doch warum gilt Fleisch immer noch als unverzichtbarer Kraftspender? Tatsächlich stammt diese Überzeugung weniger aus dem ernährungsphysiologischen Bereich, sondern mehr aus dem ernährungspsychologischen.

Fakt ist, um Muskelmasse im Körper aufzubauen und zu erhalten, benötigt der Körper Eiweiß. Lange Zeit galt Fleisch als der einzige Proteinlieferant. Heute wissen wir, dass auch vegane Nahrung, vor allem Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, unseren Proteinbedarf decken können. Jedoch hat sich die Überzeugung vom Fleisch als einzig wahrer Kraftspender über die Jahrhunderte hinweg verfestigt.

Geschmack ist subjektiv

Ein weiteres Argument von Fleischliebhabern ist der biologische Instinkt, der Menschen angeblich dazu bringt, Fleisch zu essen. Dass der Mensch als Allesfresser automatisch Fleisch präferiert, ist ein Trugschluss. Das Erkennen von Nahrungsmitteln ist als Allesfresser nicht genetisch vorherbestimmt, so wie es zum Beispiel bei einem karnivoren Tier wie dem Löwen der Fall ist.

Nicht zuletzt wird auch der unverzichtbare Geschmack von Fleisch immer wieder hervorgehoben. Auch Geschmack ist, unter dem Einfluss unserer Kultur und dem sozialen Umfeld, in dem Menschen aufgewachsen sind, erlernt und sehr individuell. Geschmackspräferenzen können jederzeit wieder neu erlernt werden. Da eine fleischessende Kultur Teil der eigenen Identität ist, fällt es den meisten Menschen schwer, dieses Verhalten zu hinterfragen. Damit würde die eigene Identität in Frage gestellt werden.

Immer mehr Verbraucher hinterfragen den Konsum von Fleisch

Immer mehr Verbraucher hinterfragen den Konsum von Fleisch und welche Auswirkungen unsere Ernährung auf Tiere, Umwelt und Menschen hat. Dies zeigt auch die steigende Nachfrage nach Fleischalternativen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov sind 41% der Bevölkerung tierleidfreien Wurstalternativen gegenüber aufgeschlossen.

Die Vorreiter der Lebensmittelbranche haben den Veggie-Trend längst erkannt und bieten ihren Kunden eine immer breitere Produktauswahl im Bereich der Fleischalternativen. Alle bekannten Supermärkte und Discounter führen mittlerweile ein breites Produktsortiment an vegetarischen und veganen Fleischalternativen. Allein der Umsatz vegetarischer Teilfertiggerichte hat sich innerhalb von 4 Jahren nahezu verdreifacht.

Fleischalternativen haben meist weniger Fett und sind cholesterinfrei

Fleischalternativen weisen zahlreiche Vorteile gegenüber Fleisch auf. Vegane Burger-Kreationen liefern weniger Kalorien, durchschnittlich 70 % weniger Fett und sind zudem cholesterinfrei. Veggie-Burger enthalten durchschnittlich zwischen 8,9 und 11,5 g Fett pro Portion, während vergleichbare Fleischburger namhafter Restaurantketten mit bis zu 34,5 g Fett echte Kalorienbomben sind. Der Eiweißgehalt der rein pflanzlichen Burger kann sich ebenfalls sehen lassen. Er liegt durchschnittlich nur 2 g unter dem der Rindfleisch-Burger.

Vegane Ernährungspyramide hilft bei der Umsetzung

Die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung sollten immer Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sein. Es spricht jedoch nichts gegen Pflanzenfleisch, sofern es in Maßen konsumiert wird. Die wissenschaftlich fundierte vegane Ernährungspyramide des VEBU hilft dabei, die Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde vegane Ernährungsweise in die Praxis umzusetzen.

Fleischalternativprodukte weisen positive Klimabilanz auf

Die Klimabilanz verarbeiteter Fleischalternativprodukte fällt gegenüber Fleisch deutlich besser aus. Eine Klimavergleichsstudie mit Fleischalternativen zeigt: Deutschland könnte mit Soja- statt Hackfleisch über 7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Gemeinsam mit Greenpeace Österreich hat der VEBU das Sustainable Europe Research Institute (SERI) die Ökobilanz von Fleischalternativprodukten berechnen lassen.

Seitan, Tofu und Sojagranulat schneiden in allen getesteten Bereichen deutlichbesser ab als Fleisch. Selbst konventionelles Sojafleisch aus brasilianischen Sojabohnen ist immer noch 4-mal klimafreundlicher als Bio-Hackfleisch und verbraucht weitaus weniger Fläche. Nicht zuletzt ist das pflanzliche Produkt in der Produktion preisgünstiger. Während Sojafleisch beispielsweise nur 1,60 Euro pro Kilogramm kostet, schlägt Hackfleisch mit durchschnittlich 4,50 Euro pro Kilogramm zu Buche.

 

Die 10 besten veganen Alternativen zu Fleisch:

Die Vielfalt an veganen Alternativen zu Fleisch ist groß. So haben auch Menschen mit bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien diverse Ausweichmöglichkeiten. Während die meisten Fleisch- und Wurstalternativen vegan sind, werden manchen Produkten auch Milch und Eier hinzugefügt. Es empfiehlt sich daher, die Zutatenliste genau zu studieren. Ebenfalls sinnvoll ist, darauf zu achten, welche weiteren Inhaltsstoffe verwendet werden. Wenig verarbeitete Lebensmittel sind gesünder als solche, die stark verarbeitet wurden.

 

1:Tofu

 

 

Tofu ist der Klassiker unter den Fleischalternativen und zählt bereits seit Jahrhunderten zu den Grundnahrungs-mitteln im asiatischen Raum. Hierzulande wird Tofu vor allem von Vegetariern und Veganern als kalorienarmer Eiweißlieferant geschätzt. Die Herstellung erfolgt aus eingeweichten Sojabohnen, die mit Wasser zu einem feinen Püree verarbeitet werden. Die Masse wird anschließend filtriert, wodurch die festen Faserbestandteile vom flüssigen Anteil getrennt werden. Durch die Zugabe von natürlichen Gerinnungsmitteln wird der flüssige Anteil zum Stocken gebracht. Das so entstandene Sojaeiweiß wird dann zu Tofu-Blöcken gepresst, verpackt und pasteurisiert. Aus Tofu können vielfältige Speisen wie beispielsweise Tofu-Nuggets zubereitet werden. Zudem stellt aromatisierter Räuchertofu eine herzhafte Komponente in diversen Gerichten dar.

 

2. Sojagranulat

 

 

Sojagranulat ist ein extrudiertes Sojaprodukt, auch Sojafleisch genannt. Hierzu werden Sojabohnen gemahlen und mechanisch in mehreren Gängen ausgepresst. Das entfettete Sojamehl wird dann in einem Extruder zu seiner fleischähnlichen Form und Beschaffenheit verarbeitet. Diese Alternative eignet sich besonders gut für vegetarische Burger und Hackbällchen, Hacksteaks, Sauce Bolognese und Chili sin Carne. Erhältlich ist das Sojagranulat in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in zahlreichen Supermärkten.

 

3. Tempeh

 

 

Tempeh ist ein traditionelles indonesisches Lebensmittel, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Ähnlich wie in der Käseherstellung kommen spezielle Schimmelpilze zum Einsatz, welche die Proteine der Bohne aufschließen und dadurch besonders gut verwertbar machen. Mit durchschnittlich 20 g Eiweiß und einem hohen Gehalt an Ballaststoffen kann Tempeh daher Teil einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung sein. Der Kreativität sind bei der Verwendung von Tempeh keine Grenzen gesetzt: Kohlrouladen mit geräuchertem Tempeh an Senfsauce, Tempeh mit Mandelkruste und Cranberrysauce und Marinierter Tempeh an Gemüse mit Kokosmilchsauce sind dabei nur einige Beispiele. Erhältlich ist Tempeh in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in einigen Supermärkten.

 

4.Weizeneiweiß/Seitan

 

 

Unter dem Namen „Seitan“ wird Weizeneiweiß im asiatischen Raum schon seit Jahrtausenden verwendet. Die Konsistenz ähnelt Fleisch und es lässt sich gut würzen und zubereiten. Bei Seitan handelt es sich um ein bewährtes Nahrungsmittel, welches Teil der traditionellen japanischen Tempura-Küche ist. Für die Herstellung wird Weizenmehl mit Wasser zu einem Teig verarbeitet und nach einer Ruhezeit durch Kneten unter Wasser ausgewaschen. Dadurch wird ein großer Teil der Stärke ausgewaschen und zurück bleibt eine zähe, eiweißreiche Masse. Die fleischartige Konsistenz und den Geschmack erhält Seitan durch Kochen oder Dampfgaren der Rohmasse in einer würzigen Marinade. Viele Hersteller stellen ihre Produkte auf der Basis von Weizeneiweiß her. Die Produktpalette ist breit gefächert und reicht von Aufschnitt über Bratwurst bis hin zu Schnitzel. Mittlerweile ist im Handel auch kostengünstiges Seitanpulver erhältlich, mit dem in der heimischen Küche vegane Würstchen oder Aufschnitt hergestellt werden können. Fertige Seitanprodukte sind im Biomarkt und Reformhaus sowie in vielen Supermärkten und Discountern erhältlich. Seitanpulver wird vor allem in veganen Supermärkten und Onlineshops angeboten.

 

 5. Lupineneiweiß

 

 

Die Lupine ist ebenso wie die Sojabohne eine eiweißreiche Hülsenfrucht. Ihr Anbau gilt als besonders nachhaltig und sie kann problemlos in Deutschland angebaut werden. Die Lupine weist ein besonders hochwertiges Eiweiß auf, da sie alle essenziellen Aminosäuren enthält. Das Projekt „Lebensmittelzutaten aus Lupinen – Beitrag zu ausgewogener Ernährung und verbesserter Proteinversorgung“ des Fraunhofer-Instituts wurde 2014 sogar mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Erhältlich ist die Lupine zum Beispiel in Form von Schnitzel, Gyros oder auch Würstchen. Diese sind in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in veganen Supermärkten und Onlineshops erhältlich.

 

6. Grünkern

 

 

Grünkern ist das halbreif geerntete Korn des Dinkels. Nach der Ernte wird er geröstet sowie getrocknet und dadurch haltbar gemacht. Durch diesen Prozess erhält er einen besonders intensiven Geschmack und ist gut bekömmlich. Grünkern zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an B-Vitaminen aus und enthält außerdem nennenswerte Mengen an Magnesium und Phosphor. Schrot und Grieß aus Grünkern sind eine gute Basis für vegetarisch-vegane Frikadellen, Bratlinge und Buletten sowie Füllungen von Kohlrouladen. Erhältlich ist Grünkern in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Supermärkten als Teilfertiggericht in Form von Bratlingen,Schrot oder Grieß.

 

7. Haferflocken

 

 

Aus Haferflocken lassen sich schmackhafte Bratlinge zubereiten. Dafür müssen sie lediglich mit Gemüsebrühe, etwas Fett und geraspelten Möhren oder Zucchini zu einem Teig vermengt und angebraten werden. Haferflocken sind eine ideale Quelle für Zink und Eisen und in jedem Supermarkt und Discounter erhältlich.

  

8. Schwarze Bohnen

 

Burger aus schwarzen Bohnen stellen eine gesunde und gleichzeitig leckere Alternative zu gekauften Teilfertigprodukten dar. In Amerika ist er schon lange als "Black Bean Burger" bekannt und beliebt. Die Bohnen sind reich an Eiweiß und Ballaststoffen. Je dunkler die Bohne ist, desto mehr Anthocyanine stecken in der Schale. Dieser natürliche Pflanzenfarbstoff wirkt im Körper noch stärker als die Vitamine C oder E als Antioxidans. Der VEBU empfiehlt das Rezept für klassische vegane Miniburger.

  

9. Kichererbsen

 

 

Aufgrund ihrer positiven Nähstoffzusammensetzung sollte die Kichererbse vor allem bei Vegetariern und Veganern auf dem Speiseplan stehen. Sie enthält mehr Eiweiß als manche Fleischsorten, liefert eine extra Portion Eisen und weist einen ähnlichen Kalziumgehalt wie Milch auf. Durch ihren hohen Ballaststoffgehalt sättigen Kichererbsen lang und nachhaltig. Sie bilden die Grundlage des orientalischen Klassikers Falafel und sind für Vegetarier und Veganer bei der Außerhausverpflegung kaum mehr wegzudenken, da sie in den meisten Döner-Imbissen erhältlich sind.

 

10. Erbseneiweiß

 

 

 

Seit einiger Zeit wird versucht, neben Soja-, Weizen- und Lupineneiweiß noch weitere Fleischalternativen zu etablieren. Dazu gehört das Erbseneiweiß. Produkte, die bisher auf dem Markt erhältlich sind, werden auf der Basis von Gemüse, Erbseneiweiß und verschiedenen Gewürzen hergestellt und enthalten keine Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder andere Zusatzstoffe. Sie weisen einen hohen Protein und Eisengehalt auf bei gleichzeitig geringem Fett- und Kohlenhydratanteil. Bisher sind die Teilfertigprodukte auf Erbseneiweiß-Basis nur in veganen Supermärkten und ausgewählten Supermärkten erhältlich.

  

(Quelle: vebu.de)

Anna-Lena Klapp

   

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Die 10 besten Milch-Alternativen:

Kochen und Backen ohne Milch

 

 

 

Zahlreiche Studien widerlegen das Werbemärchen der gesunden Milch. Viele Ernährungsexperten empfehlen daher, anstelle von Kuhmilch pflanzliche Alternativen zu konsumieren. Diese bieten gegenüber tierischer Milch gesundheitliche Vorteile und sind mittlerweile in den meisten Supermärkten erhältlich.

Lange Zeit wurde Kuhmilch mit dem Slogan „Die Milch macht's" beworben. Sie galt als besonders gesund, da sie einen hohen Kalziumgehalt hat und somit präventiv gegen Osteoporose wirken sollte. Neuste Studien zeigen jedoch, dass sie kaum wirksam gegen Osteoporose ist, dafür jedoch Inhaltsstoffe enthält, die das Krebsrisiko steigern. Dies besagt zum Beispiel auch eine Studie der Harvard University, die das Werbemärchen der gesunden Milch stark anzweifelt.

Risiko für Osteoporose steigt

75.000 Frauen wurden über einen Zeitraum von 12 Jahren hinsichtlich des Effektes von Milch auf ihre Knochen untersucht. Es zeigte sich, dass die Knochen der Testpersonen nicht widerstandsfähiger wurden, sondern sogar einem höheren Bruchrisiko ausgesetzt waren. Für die Kalziumbilanz des Körpers ist entscheidend, wie viel Kalzium über den Körper wieder ausgeschieden wird.

Diese Ausscheidung steigt vor allem durch den Konsum tierischer Lebensmitteln. Die Ursache liegt in den schwefelhaltigen Aminosäuren, die hauptsächlich in tierischen Proteinen vorkommen. Zudem enthalten proteinreiche Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Fleisch und Fisch auch große Mengen Phosphat, welches ebenfalls zur Säurebelastung des Körpers führt.

Kalziumbedarf mit pflanzlicher Nahrung decken

Dabei kann der Kalziumbedarf mit Gemüsearten wie Spinat und Grünkohl oder auch kalziumreichem Mineralwasser, welches etwa 300 mg Kalzium pro Liter aufweist, leicht gedeckt werden. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei 1.000 mg Kalzium. Wer dazu noch mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch verwendet, die 120 mg Kalzium pro 100 ml aufweisen, sollte gut versorgt sein. Außerdem enthalten diese Milch-Alternativen neben Vitamin B12 meist Vitamin D, welches die Aufnahme von Kalzium zusätzlich fördert.

75 % der Weltbevölkerung leiden unter Laktoseintoleranz

Die große Anzahl laktoseintoleranter Menschen ist ein weiterer Grund dafür, die bisher angenommenen gesundheitlichen Vorteile der Milch zu überdenken. Laut der Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.) leiden immerhin 75 % der Weltbevölkerung unter einer Laktoseintoleranz und können den mit der Nahrung aufgenommenen Milchzucker nicht verdauen. Bezogen auf Deutschland würde das heißen, dass etwa 15 % der Gesamtbevölkerung an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden.

Pflanzliche Alternativen werden benachteiligt

Warum tierische Milch bei vielen Menschen noch immer einen guten Ruf hat, ist schnell erklärt. Der Wirtschaftsfaktor „Kuhmilch“ spielt weltweit eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Produkte zu fördern und zu empfehlen. So wurden Milch und Milchprodukte laut Schätzungen aus dem Jahr 2009 jährlich mit Subventionen in Höhe von ca. 13,9 Milliarden US-Dollar unterstützt. Produzenten von pflanzlichen Alternativen erhalten keine Subventionen.

Ein weiterer Punkt ist die ungleiche Besteuerung von tierischer und pflanzlicher Milch. So zählt tierische Milch wie Kuhmilch zu den Grundnahrungsmitteln und wird mit 7 % besteuert. Pflanzliche Alternativen wie Soja- oder Hafermilch zählen hingegen zu den Genussmitteln und werden mit 19 % besteuert.

  

 

 Hätten Sie's gewusst?

Zum Schutze tierischer Milch und Milcherzeugnisse waren Soja-, Getreide- oder Nussmilch noch bis zum Jahr 1990 in Deutschland verboten.

Nicht alle Produkte dürfen „Milch“ genannt werden

Ein weiterer Nachteil für die Akzeptanz pflanzlicher Alternativen ist die Namensgebung. So dürfen diese offiziell nur als „Drink“ und nicht als „Milch“ auf der Verpackung deklariert werden. So sieht das eine europäische Verordnung zum Schutz der Bezeichnung von Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung vor.

Obwohl Milch- und Milchalternativprodukte denselben Verwendungszweck haben und daher keinerlei Gefahr für eine Verbrauchertäuschung besteht, zielt die Rechtsprechung nur auf objektive Merkmale und Eigenschaften ab. Diese Wertung wird besonders deutlich am Beispiel der Kokosmilch. Einzig Kokosmilch darf als „Milch“ bezeichnet werden, da sie bereits vor der Verordnung und vor Verbotsaufhebung der Milch-Alternativen als solche auf dem Markt war.

Sojaprodukte sind umweltverträglicher als tierische Produkte

Zahlreiche Hersteller von Sojamilch weisen auf die deutlichen Unterschiede bei der Umweltbelastung hin. So benötigt Sojamilch zum Beispiel weniger als die Hälfte an Wasser als herkömmliche Kuhmilch. Bei der Herstellung von einem Liter Sojamilch entsteht außerdem fünfmal weniger CO2 als bei Kuhmilch. Dabei werden gewöhnlich zertifizierte, nicht gentechnisch veränderte Sojabohnen von kontrollierten Lieferanten verarbeitet.

Sojabohnen für Sojaprodukte stammen in der Regel von Zum Schutze tierischer Milch und Milcherzeugnisse waren Soja-, Getreide- oder Nussmilch noch bis zum Jahr 1990 in Deutschland verboten.

Das Soja, welches im Regenwald angebaut wird, ist für die Produktion von Tierfutter bestimmt.

Viele Umwelt- und Ernährungsexperten empfehlen nicht zuletzt aufgrund der genannten Gründe, anstelle von Kuhmilch Soja-, Getreide- oder Nussmilch zu konsumieren.

Doppeltes Tierleid durch Fleisch- und Milchproduktion

Wie alle Säugetiere muss eine Kuh, um Milch zu produzieren, ein Kind auf die Welt bringen. Dafür wird eine Milchkuh jedes Jahr künstlich besamt. Nach der Geburt werden die Kälber innerhalb weniger Stunden von ihren Müttern getrennt, da die Milch dem menschlichen Konsum vorbehalten werden soll.

Männliche Kälber wandern in die Kälbermast, während weibliche Kälber als Milchkühe Einsatz finden. Neben den über 4 Millionen Kälbern, die jährlich in Deutschland geboren werden, werden jedes Jahr auch etwa 1,2 Millionen Milchkühe geschlachtet, weil ihre Milchleistung nachlässt. Dieser Punkt trifft sowohl auf konventionelle als auch auf Biohaltung zu.

Der beste Weg, das Leiden der Milchkühe zu verhindern, ist, keine Milch oder Produkte, die Milch-Bestandteile enthalten, zu konsumieren. Erfahren Sie mehr über die Bedingungen, unter denen Milchkühe gehalten werden.

Märkte bieten immer mehr pflanzliche Alternativen

Seit 1990 hat sich auf dem Deutschen Markt jedoch viel getan. So sind Sojamilch und Co. mittlerweile nicht nur in Reformhäusern, sondern auch in nahezu allen Supermärkten und Discountern oder auch Drogerien erhältlich. Sogar pflanzliche Alternativen zu Joghurt, Quark, Butter oder Käse finden sich in den Regalen gut sortierter Märkte.

Da diese Produkte jedoch höher besteuert werden und keine Subventionen erhalten, liegen sie preislich etwas höher als die tierischen Produkte. Im Hinblick auf Gesundheit, Tiere und Umwelt sollten die Prioritäten genau überdacht werden.

Das Herstellungsverfahren von pflanzlicher Milch

Theoretisch kann aus jeder Hülsenfrucht, jedem Getreide und jeder Nuss- und Samensorte Milch hergestellt werden. Die „Sendung mit der Maus" hat sich vor einiger Zeit auf die Spuren von Sojamilch begeben und den Herstellungsprozess begleitet.

Die 10 besten Milch-Alternativen

Die Vielfalt an pflanzlichen Alternativen zu Milch ist groß. So haben auch Menschen mit bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien diverse Ausweichmöglichkeiten.

Sojamilch wird aus Sojabohnen hergestellt und kann Kuhmilch vollständig ersetzen. Sie ist vielseitig anwendbar und eignet sich uneingeschränkt zum Kochen, Backen oder im Kaffee, denn sie lässt sich sogar aufschäumen. Mit 3–4 g Protein pro 100 ml hat sie etwa den gleichen Eiweißgehalt wie Kuhmilch, aber einen geringeren Fettgehalt. Sojalebensmittel stellen zudem eine besonders hochwertige Proteinquelle dar und können dadurch einen wichtigen Bestandteil einer kalorienreduzierten Ernährung bilden. Erhältlich ist Sojamilch in den meisten Supermärkten und Discountern sowie in Biomärkten und Reformhäusern.

Für Allergiker ist Reismilch besonders gut geeignet. Von allen Milchsorten ist sie die allergenärmste. Sie hat einen natürlich süßlichen Geschmack und lässt sich zum Kochen und Backen verwenden. Erhältlich ist Reismilch in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten.

So wie alle pflanzlichen Produkte enthalten auch Getreidemilchsorten kein Cholesterin. Hafermilch hat sogar cholesterinsenkende Eigenschaften. Sie eignet sich gut zum Kochen und Backen und ist in vielen Supermärkten erhältlich.

Da Dinkelmilch auch ohne Zuckerzusatz einen relativ süßen Geschmack besitzt, eignet sie sich besonders gut für süße Speisen und kann als natürliches Süßungsmittel verwendet werden. Dinkelmilch ist in Biomärkten, Reformhäusern und gut sortierten Drogeriemärkten erhältlich.

Mandelmilch gilt als gut bekömmlich und ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Sie schmeckt mild und dabei leicht nussig. Außerdem ist sie eine ideale Quelle für Ballaststoffe. Sie ist in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Haselnussmilch hat ein sehr nussiges Aroma und eignet sich daher gut zum Verfeinern von Süßspeisen. Sie lässt sich je nach Hersteller und Sorte sogar aufschäumen und für den Kaffee verwenden. Haselnussmilch ist in Biomärkten und Cashewmilch hat einen leicht nussigen Geschmack und eignet sich zum Kochen und Backen. Erhältlich ist sie bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten.Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Macadamiamilch hat im Vergleich zu anderen Milchsorten einen relativ hohen Fettgehalt, jedoch handelt es sich hierbei um gesunde ungesättigte Fettsäuren. Sie eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen. Macadamiamilch ist bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten erhältlich.

Hanfmilch hat einen leicht nussigen Geschmack und weist einen hohen Anteil an essenziellen ungesättigten Fettsäuren auf, darunter auch die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Etwa 2 Gläser (500 ml) Hanfmilch liefern bereits die empfohlene Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren. Sie eignet sich zum Kochen und Backen und ist bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten erhältlich.

Kokosmilch hat einen fruchtig-nussigen Geschmack. Sie hat einen höheren Fettgehalt als viele andere pflanzliche Milch-Alternativen, welcher aber aus gesunden Fettsäuren besteht. Kokosmilch ist außerdem reich an Magnesium und Kalium. Sie ist ideal zum Kochen und Backen und verleiht Speisen ein exotisches Aroma. Erhältlich ist Kokosmilch in den meisten Supermärkten und Discountern sowie in Biomärkten und Reformhäusern.

Milch-Alternativen selbst herstellen

Ein weiterer Vorteil von pflanzlichen Milch-Alternativen liegt darin, dass diese kinderleicht in der eigenen Küche hergestellt werden können. Folgendes Rezept für Mandelmilch überzeugt nicht nur geschmacklich, sondern ist auch blitzschnell zubereitet.

Unser Tipp:

Da Geschmäcker verschieden sind und auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Zutaten verwendet werden, testen Sie einfach verschiedene Sorten, um Ihre persönliche Lieblingssorte zu finden.

 Anna-Lena Klapp

 (Quelle: Vegetarierbund) 

 

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