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Dr. med. Hanno Platz - Internist

 

8 Gründe, die verdeutlichen, warum Honig nicht vegan ist

 

Mit nachfolgenden 8 Gründen verdeutlicht PETA, warum Honig nicht vegan, für die Bienen jedoch lebenswichtig ist

Eine vegane Ernährung ist frei von allen Produkten, für die Tiere ausgebeutet und getötet werden. Die meisten Menschen wissen heute, dass Tiere für die Produktion von Fleisch, und Eiern gequält und geschlachtet werden. Doch viele Verbraucher fragen sich, was falsch daran sein könnte, Honig zu essen? Die folgenden 8 Gründe verdeutlichen, warum Honig nicht vegan ist, warum Bienen ihren Honig nicht freiwillig hergeben und warum viele der unterschätzten Insekten dabei sterben.
 

 

Honig als Lebensmittel verursacht großes Tierleid bei den ganz Kleinen

 

1. Auch Bienen werden in der Massenzucht gehalten und ausgebeutet
Wie bei anderen tierischen Erzeugnissen geht es dem Menschen auch beim Honig um Profit. Um einen möglichst hohen Erlös zu erzielen, werden auch die kleinen Insekten, ähnlich wie Hühner, Schweine und Kühe, manipuliert und ausgebeutet. In der Honigindustrie werden Bienen Opfer von unnatürlichen Lebensbedingungen, genetischer Manipulation und stressvollen Transporten. Sie werden gezwungen, in sogenannten Magazinen zu leben, die ihnen als künstlicher Bienenstock dienen. Gezwungen deshalb, weil die Flügel der Bienenköniginnen gestutzt werden und die Königinnen somit an das vom Menschen bereitgestellte „Zuhause“ gebunden sind. Auf diese Weise zwingt der Imker auch die restlichen Bienen zu einem Leben in den Magazinen, denn ohne ihre Königin würden sie niemals wegfliegen. Die Kästen sind mit bis zu vier Stockwerken ausgestattet und lassen sich an einer Seite öffnen, damit der Imker leicht an den Honig gelangt. Sie wurden speziell entwickelt, um den Bienenstock mühelos von Ort zu Ort transportieren und so profitabel Honig erhalten zu können.

2. Bienen werden bei der Honigproduktion oft verletzt oder getötet
Viele Imker gehen beim Einsammeln des Honigs unachtsam vor. So werden die Flügel der winzigen Kreaturen oftmals beschädigt oder gar ihre Beine abgetrennt. Zudem verhindern die Imker bewusst das „Ausschwärmen“, also die Aufteilung der Stockbewohner mit der Geburt einer neuen Königin, indem sie, wie bereits erwähnt, die Flügel der Königin kürzen, damit sie den Stock nicht verlassen kann. Der natürliche Prozess des Schwärmens könnte nämlich zu einer geringeren Honigproduktion führen und den Profit des Imkers schmälern. Königinnen werden im Übrigen künstlich befruchtet; dabei werden Drohnen, also männliche Bienen, eingesetzt, die während des Prozesses sterben.

3. Königinnen erreichen nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung
So wie Rinder, Kühe, Schweine und Hühner in der Intensivtierhaltung nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung erreichen, sterben auch Bienen in der Honigindustrie frühzeitig. Obgleich Bienenköniginnen, welche die Eier legen, bis zu sechs Jahre alt werden können, werden sie bereits nach einem Jahr getötet und durch neue, produktivere Königinnen ersetzt.

4. Bienen brauchen ihren Honig selbst
Bienen produzieren ihren Honig nicht aus Spaß oder, wie so mancher Imker gerne behauptet, für den Menschen – Honig dient den Bienen vielmehr als Nahrungsmittel. Der aus Pollen und Nektar hergestellte Honig enthält wichtige Nährstoffe, die für die Bienen, vor allem in den kalten Wintermonaten, überlebenswichtig sind. Zudem dient Honig den Bienen als Schutz gegen einen möglichen Befall durch verschiedene Milbenarten, die unter anderem für das Bienensterben verantwortlich sein sollen. Die von den Imkern bereitgestellte künstliche Ersatznahrung, bei der es sich zumeist um billiges Zuckerwasser handelt, macht die Tiere jedoch anfällig für Krankheiten.

5.Bienen arbeiten hart für IHREN Honig
Ein Bienenstock besteht aus Zehntausenden Bienen, von denen jede eine bestimmte Aufgabe hat. Die Arbeiterbienen sind für die Futtersuche zuständig und docken pro Tag an etwa 40 Millionen Blüten an, um Pollen und Nektar aufzunehmen. Anschließend entziehen sie dem Nektar das Wasser und fügen ihm körpereigene Enzyme zu, um den Honig so in Futter zu verwandeln und zu verhindern, dass er schlecht wird. Eine mühselige Arbeit – und das tagein tagaus.

6. Das Bienensterben geht uns alle an
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein
Vor einigen Jahren ging die Nachricht vom großen Bienensterben durch alle Medien. Pestizide seien schuld, die Klimaerwärmung sei schuld, Parasiten und Milben seien schuld. Zweifelsfrei tragen diese Aspekte zum dramatischen Rückgang der Bienenbestände bei, die sich nur langsam erholen. Doch der wahre Grund, warum beispielsweise die Varroa-Milbe der heutigen Biene einen solch immensen Schaden zufügen kann, liegt darin, dass die Bienen von klein auf an Eiweißmangel leiden, weil der Mensch ihnen den für sie lebensnotwendigen Honig stiehlt. Die im Honig verarbeiteten Blütenpollen sind sehr wichtig für junge Bienen und der Nektar liefert erwachsenen Bienen die nötige Energie.

 

Der Rauch imitiert einen Waldbrand und die Bienen geraten in Panik.

 

7. Panikmache erleichtert den Diebstahl
Haben Sie auch gedacht, dass Imker die Bienen „einräuchern“, weil es die Tiere beruhigt und sie dadurch weniger stechen? Falsch gedacht. In Wahrheit verfolgen die Imker mit dem Einräuchern einen eigennützigen Plan. Der Rauch suggeriert den Bienen einen Waldbrand, und als natürliche Reaktion auf diese vermeintliche Gefahr nehmen die Bienen möglichst viel Honig auf, um sich mit genügend Proviant ausgestattet ein neues Zuhause zu suchen. Die Insekten verkriechen sich also voller Panik und sind mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt, während der Imker sich an ihrem Honig zu schaffen macht. In dieser Zeit sind die fleißigen Bienchen irritiert, was ihre „Stechlust“ vorüberhegend senkt.

8. Honig von glücklichen Bienen?
Möglicherweise gibt es auch Imker, die ihren Bienen nicht den ganzen Honig stehlen, und die versuchen, möglichst wenige Bienen zu töten. Aber ist es nicht trotzdem falsch, anderen etwas wegzunehmen, das man selbst gar nicht braucht? Bienen brauchen IHREN Honig für ein gesundes Leben – der Mensch jedoch nicht. Und wer will im Übrigen schon das Erbrochene von Bienen essen, wenn es genügend köstliche Alternativen gibt? Warum nicht selbst zum fleißigen Bienchen werden und sich selbst Honig, zum Beispiel aus Löwenzahn, zubereiten?


  Was Sie tun können

Durch den Kauf von Honig oder Produkten, die Honig enthalten, unterstützen sie die Ausbeutung dieser unterschätzten Insekten. Greifen Sie daher künftig zu veganen Süßmitteln wie Agavensirup, Löwenzahn- oder Tannenhonig und anderen Honigalternativen.
Wildbienen sind die wilden Verwandten der „Honigbienen“ aus der Massenzucht. Sie bestäuben erfolgreicher und sind weniger anfällig für Krankheiten. Jedoch „produzieren“ sie auch viel weniger Honig und sind für die Imker deshalb uninteressant. Werden Sie zum wahren Helden für Bienen und bauen Sie im Garten ein artgerechtes Zuhause für die fleißigen Insekten, in dem sie sicher leben und überwintern können. Achten Sie darüber hinaus beim Blumenkauf auf Bienenfreundlichkeit.
Im Film „More than Honey” erfahren Sie weitere spannende Informationen über Bienen und ihren Honig.

(Quelle: peta.de)