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Dr. med. Hanno Platz - Internist

 

 

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Flüchtlinge aus Kriegsgebieten in Deutschland

(Quelle: D-Radio Kultur.de)

Menschen die durch Krieg und Terror an Leib und Leben bedroht sind und ihre jeweilige Heimat verlassen müssen um nicht getötet zu werden, suchen und brauchen unsere Hilfe. Diese Menschen würden alle sehr gerne lieber in ihrer angestammten Heimat bei ihren Familien und in ihrem sozialen Netz verbleiben, was aber bei Krieg, Terror und Vernichtung nicht möglich ist.

Doch wie immer in solchen Zeiten melden sich nicht nur die vielen Menschen, die helfen und unterstützen wollen, sondern auch der Mob der Straße läuft wieder Haß und Angst schürend durch die Straßen. Nicht die zu uns kommenden Menschen, die  um Hilfe bitten sind die Gefahr, sondern die Brunnenvergifter hier bei uns in unseren Reihen. Meist haben sich die Haß- und Angst sähenden Gröler nicht mit den Problemen beschäftigt, wissen  daher davon nicht viel oder gar nichts, sondern geben nur ihre polarisierenden Haßparolen ab.

In Deutschland darf nicht wieder Fremdenfeindlichkeit entstehen!

Es ist an der Zeit aufzustehen, den Mund aufzumachen um diesen zündelnden Pöbel in die Schranken zu weisen um Anfängen zu wehren.

 

Allen sich jetzt wieder zu Wort meldenden fremdenfeindlichen Grölern und Brandstiftern sei empfohlen: DENKEN, statt Dummschwätzen, Stammtischparolen abzusondern  und Hetze zu betreiben, denn das hatten wir alle ja schon mehr als genug in der Vergangenheit!

 Es ist eine humanitäre Pflicht Menschen, die vor Krieg, Tod, Verfolgung und Terror um ihr Leben zu retten fliehen müssen, zu helfen!

Denk Mal: Auch unsere Vorfahren sind vor Krieg, Tot und Verfolgung geflüchtet.

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EUROPA erhielt vor wenigen Jahren den Friedensnobelpreis. Europa die Wiege so großer Kulturen. Wir rühmen uns mit Bach Mozart, Händel, Vivaldi, Lessing, Klopstock, Goethe und Schiller, mit Rembrandt, van Gogh und Picasso, ... . Die Liste ließe sich schier unendlich fortsetzten.

Doch wenn ich mir diese Kulturregion, auf die wir mit Recht so stolz sind, zur Zeit ansehe, kommen mir zuerst Tränen und dann die Wut und Verzweiflung. Wut und Verzweiflung darüber, wie dieses zerstrittene, uneinige Europa mit Menschen in größter Not, die unser aller Solidarität und Hilfe bei nicht selbstverschuldetem Unheil so uneingeschränkt wie nötig bedürfen, umgeht. Diese Menschen werden schlichtweg in ihrem Leiden und Verzweiflung ignoriert und es entsteht ein Geschacher und Gescharre um egoistische eigene "Interessen". Europa zerfällt oder zeigt jetzt sein wahres Gesicht. Ist das die so viel und gerne zitierte christliche Nächstenliebe?

Wenn es um Abrüstung oder der Abschaffung der Kernenergieging, gingen die Menschen hierzulande mit recht auf die Straße und demonstrierten. Gut so, Bravo! Doch wo sind jetzt die Großdemonstrationen, warum geschieht das jetzt nicht?

Wenn Flutkatastrophen oder andere Natur- oder von Menschen geschaffene Katastrophen, z.B.(Fukushima, sich ereigneten, wurde überall mehrfach am Tag, meist um die Nachrichtensendungen, zu Spenden für die betroffenen Menschen aufgerufen. warum erfolgt das denn jetzt nicht?

Die vielen Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe, die bei Versagen der Politik gottlob mit all ihren Kräften versuchen diesen verzweifelten Menschen zu helfen wo sie nur können und dadurch wesentlich dazu beitragen noch Schlimmeres Leid wenigstens zu lindern, diese wundervollen Menschen werden nur am Rand in unseren Medien erwähnt. Warum??

Europa, du wundervolle Region mit all deiner Vielfältigkeit und großen Geistern, die ich in meinem ganzen Leben so bewundert habe, was ist aus die geworden. Ist das noch mein Europa? Geht es denn heute wirklich nur noch um persönlichen Profit und ein paar Wählerstimmen mehr?

 

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Im Radio habe ich dazu ein wunderbares Chanson gehört, dessen Text ich hier gerne zum Nachdenken auf die Seite setzen möchte.

 

E U R O P A

Text: Thomas Pigor

Über das Schiff Europa

Wir stachen in See vor mehr als sechzig Jahrn

Anfangs warn wir nur sechs in unserem Kahn

Im Laderaum hatten wir Kohle und Stahl

Und einen Sack voller Träume als Startkapital

Langsam wurden wir mehr, es ging auf und davon

Über Rom, Maastricht und Lissabon

Nein, die meiste Zeit fuhrn wir mit halber Kraft

Lissabon, weiter haben wirs nicht geschafft

Und das Schiff heisst Europa, das Meer ist die Zeit

Wir steuern durch die Wellen der Unwägbarkeit

Und der Wind bläst von vorn

Uns umnebelt die Gischt

Während ein Brecher nach dem anderen auf die Planken drischt

Der Laderaum ist jetzt zum Bersten voll

Mit Immobilien, Autos und Alkohol

In der ersten Klasse steht ein Riesenbuffet

Wo Typen, die aussehn wie Gérard Dépardieu

Die Reste verteilen, doch achten sie scharf

Darauf wer und wer nicht davon essen darf

Damit nicht alles aufs Oberdeck drängt

Überlegen sie, wie man am Besten die Treppen verengt

Und das Schiff heisst Europa und es fährt durch die Zeit

An Bord sind Kraftmeierei und Kurzsichtigkeit

Und uns´re ewigen Macchiavelli – Adepten

Die starken Männer mit den alten Patentrezepten

Erklären schon bei der kleinsten Gefahr:

„Genug jetzt, ich mache mein Rettungboot klar!“

Dabei zeigt sich schon lange am Horizont

Mehr als eine Schlechtwetterfront

Statt in den Maschinenraum renn´n die Idioten

Zu den vermeintlich sicheren Rettungsbooten

Und Schiffbrüchige treiben wortwörtlich im Meer

Von der Reling aus droht man ihnen mit dem Gewehr

Manche schaffens an Bord, doch von der tapferen Crew

Schließt einer nach dem andern seine Kabine zu

Und auf der Brücke stehn 28 souveräne

Demokratisch gewählte Kapitäne

Und stelln sich bis nachts um Fünf Ultimaten

Und streiten sich um die Zielkoordinaten

Wo steuert es hin unser schönes Projekt

Die Kompromissmaschine ist defekt

Und das Schiff heisst Europa und es fährt durch die Zeit

Unsre Stärke wär eigentlich unsre Konsensfähigkeit

Der Interessensausgleich, Demokratie

Theoretisch. Vielleicht sogar sowas wie Empathie

Anstatt dass jetzt die Intellektuellen

Europas über die Bordsprechanlage die Frage stellen

„Wie organisiern wir jetzt unsre Seetüchtigkeit?“

Signalisiern sie vor allem Müdigkeit

Und von den Nachbarschiffen, von hinten von vorn

Tutet es SOS mit dem Nebelhorn

Alles so schrecklich, blutrünstig und obszön

Dass dem Songschreiber glatt die Metaphern ausgehn...

Text: Thomas Pigor

(Quelle: SWR2)